So biegt die AWK deine Kennlinie gerade

Luft als Federelement hat sich als leichte, vielseitig abstimmbare Alternative zur Stahlfeder etabliert. Ein Nachteil von Luftfedern ist jedoch die nichtlineare Kennlinie.

Einige Gabelhersteller setzen statische Luftspacer ein, um diesen Effekt zu kompensieren, dies bleibt jedoch ein Kompromiss. Der Trade-off zwischen Federwegsausnutzung und Kennlinienanhebung im mittleren Federwegsbereich bleibt bestehen.

Ideal wäre ein großvolumiger Luftspacer, der die Kennlinie im unteren bis mittleren Federwegsbereich unterstützt, sein Volumen jedoch, mit zunehmenden Druck (Federweg), verkleinert.

Genau hier setzt die AWK (AusWeichKammer) an, technisch lediglich eine zweite Positivkammer mit fliegenden Kolben und erhöhtem Drucklevel. Der Kolben trennt beide Positivkammern, ermöglicht jedoch, ab ca. der Hälfte des Federwegs, die Interaktion zwischen beiden Positivkammern in Abhängigkeit vom Federweg.

 

 
Diagramm_OHNE.jpg

Ohne AWK

Der Vergleich der beiden Kennlinien zeigt eine deutliche  Abflachung der Kennlinie über den gesamten mittleren Federwegsbereich. Die Folgen sind bekannt, absaufen oder durchrauschen an steilen Stufen, undefiniertes Verhalten in Anliegern und allen Fahrsituationen, in denen ein klares Feedback der Federung gewünscht ist.

 

Diagramm_MIT.jpg

Mit AWK

Der Luftdruck in der AWK beeinflusst den Verlauf der Kennlinie maßgeblich. Um eine sinnvolle Linearisierung zu erreichen, liegt das Druckniveau im AWK Raum ca. doppelt so hoch wie das Druckniveau der Hauptkammer. So eingestellt, ergibt sich für die AWK unterstützte Luftfeder die hier dargestellte Kennlinie.